18. Juni 2020

5. Welle im COVID-19 Barometer: Globale Besorgnis durch COVID-19 weiterhin auf hohem Niveau


Unternehmen können in der Rezession über Mehrwertstrategien und Innovationen wachsen

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München/London, 18. Juni 2020 – Die Corona-Pandemie sorgt weiterhin für weltweite Sicherheitsbedenken und erzeugt einen erhöhten finanziellen Druck auf die Menschen. In Kombination mit den zunehmend neuen Verhaltensweisen beim Einkaufen, Reisen oder der Wahl des Verkehrsmittels, zeichnet sich keine baldige Rückkehr in frühere Verhaltensmuster ab.

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Unternehmen sollten sich darauf konzentrieren, in der aktuellen Rezessionsphase neue Strategien für erneutes Wachstum zu entwickeln. Ein Weg zum Erfolg liegt darin, den wachsenden wirtschaftlichen Bedenken der Menschen durch Mehrwertstrategien Rechnung zu tragen. Gleichzeitig sollten sich die Unternehmen darauf einstellen, dass sich bestimmte Verhaltensweisen und Prioritäten langfristig ändern und dadurch Innovationen notwendig werden.

Dies sind die Ergebnisse der fünften Welle des COVID-19-Barometers von Kantar, der größten globalen Studie, die die Einstellungen, Verhaltensweisen und Erwartungen der Menschen untersucht. 

Erholung nach der Pandemie verzögert

Nur ein Drittel der Menschen (37 Prozent) rechnet damit, früher als in zwei bis drei Monaten zu einem normalen Konsumverhalten zurückzukehren.

Auch wenn viele Länder ihre Corona-Regelungen lockern und der Handel die Geschäfte wieder öffnen darf, sagen weltweit 66 Prozent der Menschen, dass sie weiterhin belebte Orte meiden werden. Das bedeutet eine anhaltende Belastung für den stationären Einzelhandel.

Über die vorgeschriebenen Hygiene- und Abstandsmaßnahmen hinaus, wollen 50 Prozent der Menschen regelmäßige Corona-Tests und 43 Prozent obligatorische Gesichtsmasken. Die Nachfrage hierfür ist in Asien am größten. In den westlichen Märkten herrscht hier größere Zurückhaltung.

Eine zunehmende Sorge um die eigenen Finanzen ist festzustellen. 56 Prozent der Haushalte auf der ganzen Welt haben aufgrund von COVID-19 bereits Einkommensverluste erlitten. Unter den Millennials sind es 68 Prozent und in der Generation Z 65 Prozent. Weitere 19 Prozent der Befragten erwarten in Zukunft eine Auswirkung auf ihr Einkommen.

Kurzfristig müssen Unternehmen mit Mehrwertstrategien überzeugen

53 Prozent der Verbraucher schenken Produktangeboten mehr Aufmerksamkeit (im Vergleich zu 36 Prozent in Welle eins). Das Angebot von Preisnachlässen und Werbeaktionen ist jetzt die dritthöchste Erwartung an Unternehmen (gegenüber Platz fünf in Welle zwei).

Für 69 Prozent der Verbraucher ist eine Einkaufsliste jetzt wichtiger als früher. Über die Preisnachlässe hinaus erwarten die Verbraucher, dass Unternehmen weiterhin Werbung mit Bezug auf die Krise schalten.

Drei von vier (74 Prozent) Verbrauchern sind mit dem Umfang der Werbung zufrieden. Nur 14 Prozent wünschen sich „normale“ Werbung, wie vor der Pandemie. Zwei Drittel der Verbraucher suchen nach Hilfe und Rat in der Werbung und im tatsächlichen Markenverhalten, sowohl für sich selbst (64 Prozent) als auch für ihre Communities (65 Prozent).

Die Nutzung des E-Commerce nimmt weiter zu. 40 Prozent (gegenüber 33 Prozent in Welle drei) der Verbraucher geben jetzt an, dass sie ihre Online-Einkäufe erhöht oder deutlich gesteigert haben. Niedrige Preise und Werbeaktionen zählen zu den wichtigsten Gründen für das Online-Shopping.

Innovationen im Einklang dem neuen Lebensrhythmus

Die Menschen haben begonnen, ihre neuen Gewohnheiten während der Ausgangssperren zu mögen. Mehr als die Hälfte (52 Prozent, 57 Prozent Millennials, 55 Prozent GenZ) glauben, dass sie ihr Lockdown-Verhalten nach der Pandemie weiterführen werden.

Verhaltensweisen wie erhöhte Hygiene, gesündere Ernährung, Zeit für die Familie und die persönliche Entwicklung wollen viele so beibehalten. Mehr als die Hälfte (51 Prozent) gibt inzwischen an, sich mehr bewegen zu wollen.

All diese Veränderungen führen zu einem veränderten Konsumverhalten. Da mehr als die Hälfte der Befragten auch finanziellen Druck verspürt, müssen Unternehmen dafür sorgen, dass ihre Produkte in diesem neuen Lebensrhythmus als unverzichtbar angesehen werden.

Joachim Bacher, Director Trends & Futures bei Kantar, kommentierte die Ergebnisse: „Während Deutschland die Pandemie sehr souverän meistert und wir im Alltag bereits viele Lockerungen erleben dürfen, befinden sich große Teile der Welt noch in der Ausbreitungsphase des Virus. Im internationalen Kontext schaut man deshalb genauer darauf, welche Formen der neuen Normalität sich in Deutschland etablieren. Im Fokus stehen hier die Entwicklungen im eCommerce, Innovationen und die Kommunikation von Mehrwertstrategien und regionalen Aspekten“.

Weitere Informationen und detaillierte Ergebnisse der Studie sind unter diesem Link abrufbar: www.kantar.com/Campaigns/Covid-19-Barometer

Über Kantar: Kantar ist eines der weltweit führenden Unternehmen für Daten, Insights und Beratungsleistungen. Wir verstehen, was Menschen denken, fühlen, einkaufen, wählen, lesen, sehen und teilen. Die mehr als 30.000 Mitarbeiter von Kantar kombinieren Fachwissen über menschliches Verhalten mit fortschrittlichen Technologien und tragen so zum Erfolg und Wachstum von weltweit führenden Unternehmen und Organisationen bei.

Über Covid-19 Barometer: Kantar’s COVID-19-Barometer ist die führende Studie darüber, wie COVID-19 das Verhalten, die Einstellungen und die Erwartungen der Konsumenten beeinflusst. Der vollständige Datensatz ist im Abonnement unter www.kantar.com/Campaigns/Covid-19-Barometer erhältlich.

Über die Studie: Diese Erkenntnisse wurden in fünf Befragungswellen gesammelt. Kantar hat über 100.000 Konsumenten in über 50 Ländern befragt. Es wurden mehr als 500 Interviews pro Land durchgeführt, meist online, ansonsten per Telefon. Die Welle 5 der Studie wurde zwischen dem 22. und 26. Mai durchgeführt.

Um einen Vergleich zwischen den Daten der Wellen 1 bis 4 zu ermöglichen, erstreckt sich diese Analyse auf die folgenden Länder: Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, Niederlande, Polen, Republik Irland, Spanien, Großbritannien, Nigeria, Südafrika, China, Saudi Arabien, Südkorea, Vietnam, Vereinigte Arabische Emirate, Kanada, USA

Hinweise für die Redaktion

Pflichtangabe zur Nutzung dieser Studienergebnisse: Quelle: Kantar

Kontakt

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